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ECAAR Economists Allied for Arms Reduction |
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Der Zweck von ECAAR Deutschland besteht darin, objektive wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Analysen durchzuführen und zu unterstützen sowie darauf basierende entsprechende Erklärungen und Empfehlungen abzugeben, die Fragen von Krieg und Frieden, internationalem Konfliktmanagement und Sicherheit sowie Rüstung, Abrüstung und Rüstungskonversion betreffen. Unser Ausgangspunkt sind die großen Opfer und hohen Kosten militärischer Konfliktaustragung sowie das wachsende Risiko, dass das gegenwärtige rüstungsbasierte globale Sicherheitssystem unkontrollierbare Konflikte zwischen und innerhalb von Staaten fördert. Wir unterstützen Politiken, Organisationen und Initiativen, die einen Wandel durch friedliche demokratische Prozesse anstreben, so dass Konflikte ohne Krieg und militärische Mittel bewältigt werden können. Wir unterstützen die Schaffung von Mechanismen für Bearbeitung internationaler Konflikte mithilfe von Verhandlungen und rechtlich fundiertem Vorgehen sowie durch ein verstärktes System der Vereinten Nationen. Dies bezieht sich auch auf internationale ökologische Probleme sowie Probleme der wirtschaftlichen Entwicklung und der Weltwirtschaft. Wir unterstützen das Ziel der Sicherheit für alle Menschen. Wir unterstützen ferner wissenschaftliche Analysen, die zu einer Aufklärung über den Wert friedlicher Politiken und einer nichtmilitärischen Verwendung von Staatsausgaben sowie zur Entwicklung von Optionen einer Reduzierung militärischer Macht beitragen. Durch eine Begrenzung und Kontrolle des Exports von Rüstungsgütern der militärisch hochentwickelten Staaten kann ein Beitrag zur Sicherung des Friedens, der Gewaltprävention, der Menschenrechte und einer nachhaltigen Entwicklung geleistet werden. Rüstung braucht knappe Ressourcen auf und kann dadurch die nachhaltige Entwicklung der Empfängerländer beeinträchtigen. Von besonderer Bedeutung ist es, der leichten Verfügbarkeit von Kleinwaffen entgegenzuwirken. Aufgabe insbesondere der Entwicklungspolitik ist es, in den Entwicklungs- und Transformationsländern durch Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Verhältnisse zum Abbau struktureller Ursachen von Konflikten sowie zur Förderung von Mechanismen gewaltfreier Konfliktbearbeitung beizutragen. Zunehmend werden rüstungs- und verteidigungspolitische Entscheidungen auf der Ebene der EU getroffen, z.B. im Bereich der Rüstungsexporte, der Beschaffung oder der Restrukturierung der Rüstungsindustrien. ECCAR unterstützt deshalb auch Analysen, die Grenzen nationaler Verteidigungspolitik in den Mitgliedsländern der EU und die Implikationen einer neuen militärischen und rüstungspolitischen Weltmachtrolle der EU untersuchen. Ökonomen haben dazu tendiert, Krieg als eine „externe Störung“ eines "normalen" friedlichen Verlaufs wirtschaftlicher Entwicklung zu sehen. Krieg und hohe Rüstungsausgaben mindern jedoch den wirtschaftlichen Wohlstand und schaden der Umwelt in erheblichem Masse, auch im Vergleich zu konjunkturellen Krisen, Inflation und anderen Problemen, die Ökonomen normalerweise als Gegenstand ihrer Disziplin ansehen. ECAAR will daher Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler ermuntern, die Methoden ökonomischer und sozialwissenschaftlicher Analyse auch auf Fragen von Krieg und Frieden, Entwicklung, internationale Sicherheit und Konfliktmanagement, Rüstung, Abrüstung und Rüstungskonversion anzuwenden.
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