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Grenzübergreifende Gewässer und Krisenprävention

Konflikte, die aufgrund der Degradierung natürlicher Ressourcen entstehen, gefährden die menschliche Sicherheit und Entwicklung, wobei die Verknappung von Süßwasser ein besonders gravierendes Problem darstellt. Dadurch hervorgerufene Konflikte können leicht in zwischenstaatlichen Spannungen münden, da viele Flüsse, Seen, Grundwasservorkommen und Feuchtgebieten von zwei oder mehreren Staaten genutzt werden. Ein genaueres Verständnis der umweltbezogenen Dimensionen von Konflikten in verschiedenen Teilen der Erde ist notwendig, um den Ausbruch neuer gewaltsamer Konflikte zu verhindern und Strategien zur Konfliktlösung und -vermeidung zu entwickeln. Die Friedens- und Konfliktforschung sieht sich in diesem Feld interessanten Herausforderungen gegenüber.

Image of a lake

© WWAP/Bodin

Wir am BICC beschäftigen uns mit dem Themengebiet Wasser, Konflikte und Kooperation mit anwendungsorientierter Forschung und Aktivitäten, wie der Organisation von Erfahrungsaustausch durch internationale Konferenzen, oder der Veröffentlichung von Fachpublikationen zu Thema. Dabei arbeiten wir in einem Netzwerk von europäischen, afrikanischen und internationalen Forschungsinstituten, bi- und multilateralen Geberorganisationen sowie verschiedenen Nicht-Regierungsorganisationen.
Wir konzentrieren uns auf Fragen der Good Transboundary Water Governance als Bedingung für Sicherheit und menschliche Entwicklung durch verbessertes Wassermanagement an grenzübergreifenden Gewässern.

Image of a river

© WWAP/CZAP/ASA

Nachhaltig gerechtes, effizientes und effektives Wassermanagement beruht auf der Entwicklung kooperativer Ansätze. Um Kooperation, Konfliktprävention, gerechtes, effizientes und effektives Wassermanagement sowie Umweltschutz zu fördern, muss die Partizipation von allen relevanten Akteuren auf den verschiedenen Ebenen, von der internationalen bis zur lokalen Ebene, ermöglicht werden. Die Ausgestaltung und Wirkungen solcher Ansätze für Good Transboundary Water Governance stehen im Zentrum unseres Forschungsinteresses.

Image of a groundwater well

© UNESCO/Forbes

Die Ergebnisse dieses multi-disziplinären Vorhabens sollen zur Formulierung und Anwendung von Strategien zur Lösung und Vermeidung von Konflikten um Wasser beitragen.
In einer ersten Phase arbeiten wir zu dem Thema "Konflikt und Kooperation an grenzübergreifenden Flüssen". In einem zweiten Schritt erweitern wir unsere Perspektive zu "Konflikte und Kooperation an grenzüberschreitenden Seen" und "Konflikte und Kooperation an grenzüberschreitenden Grundwasservorkommen"

Ansprechpartner im BICC:

Lars Wirkus, Senior Researcher

Dr. Volker Böge, BICC Associate Researcher