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Focus Iran

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Der Streit um das iranische Atomprogramm:
Auf der Suche nach dem „kreativen Kompromiss“

Zum aktuellen Angebotspaket
und den Erfolgsaussichten von Sanktionen

von Marc von Boemcken und Jerry Sommer

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Der Iran steht im Verdacht, unter dem Mantel eines zivilen Atomprogramms die Herstellung von Atomwaffen anzustreben. Eindeutige Beweise für ein aktives iranisches Atomwaffenprogramm gibt es zwar bisher nicht und der Iran bestreitet, Atomwaffen zu wollen. Aber er hat jahrelang heimlich Planungen und Programme zur Anreicherung von Uran betrieben, das in schwach angereicherter Form für Brennstäbe in zivilen Kernkraftwerken benötigt wird, hochangereichert aber auch für den Bau einer Atombombe verwendet werden kann. Das iranische Urananreicherungsprogramm steht erst am Anfang, aber aus Sorge um eine Proliferation von Nuklearwaffen hat die internationale Staatengemeinschaft darauf reagiert.

Die gegenwärtig stattfindende Urananreicherung im Iran findet unter der Kontrolle der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) statt. Sie widerspricht nicht den Bestimmungen des Atomwaffensperrvertrages, der eine Weiterverbreitung von Atomwaffen verhindern soll, die Nutzung der Atomenergie zu friedlichen Zwecken aber ermöglicht. Dennoch verlangten sowohl die IAEO als auch der UN-Sicherheitsrat vom Iran in diesem Jahr die sofortige Suspendierung seiner Urananreicherung, weil nur so das verlorene Vertrauen wiederhergestellt werden könne. Diese Forderung hatte die iranische Führung abgelehnt. Eine Eskalation der Auseinandersetzung schien vorprogrammiert.