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Focus Sierra Leone

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Wie ein Phönix aus der Asche?

Der Stand der Friedenskonsolidierung in Sierra Leone nach den Wahlen

Von Helen Radeke

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Zum zweiten Mal seit dem offiziellen Ende des blutigen Bürgerkrieges im Jahr 2002 waren Sierra Leones Bürgerinnen und Bürger am 11. August 2007 aufgerufen, ihre Stimme in Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abzugeben. Aus der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl am 8. September ging der Oppositionskandidat Ernest Bai Koroma vom All People‘s Congress (APC) als Sieger hervor.

Die Wahlen sind ein Lackmustest für die Stabilität der unter erheblichen internationalen Anstrengungen etablierten Nachkriegsordnung in Sierra Leone. Dieser BICC Focus präsentiert einen Überblick über den Stand der Friedenskonsolidierung in Sierra Leone und benennt Handlungsoptionen für deutsche und internationale Akteure. Zu beantworten sind v.a. die folgenden Fragen: Wo steht der bis vor kurzem als „gescheitert“ angesehene Staat heute, was wurde erreicht und welche Herausforderungen bestehen für die Zukunft?

Um eins vorwegzunehmen: Sierra Leone ist nicht der Hort von Anarchie und Chaos, als den es westliche Beobachter während des Bürgerkrieges in den 1990er Jahren mitunter darstellten. Doch selbst die enormen Fortschritte können nicht über eklatante Probleme hinwegtäuschen. Es besteht noch lange kein Grund für die internationale Gemeinschaft, das Land als Erfolgsfall zu deklarieren und sich selbst zu überlassen.