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Konzeptpapier "Early warning - early action"

Konzeptpapier Titelbild

"Early warning - early action"
Entwicklungspolitische Instrumente zur frühzeitigen Eindämmung von Gewaltkonflikten

Konzeptpapier pdf-icon(393K)

Die Kriegsursachenforschung ist ein unübersichtliches Feld verschiedener theoretischer Ansätze und wissenschaftlicher Methodiken. Eine allseits akzeptierte, ganzheitliche Theorie zur Entstehung von Gewaltkonflikten gibt es nicht: Die jeweiligen Schwerpunkte ändern sich von Fall zu Fall, sind oftmals willkürlich festgelegt und entziehen sich einer Integration in übergreifende rsachenkomplexe. Die Unsicherheit im Umgang mit Konfliktursachen spiegelt sich im politischen Handlungsfeld der Krisenprävention wieder: Zwar gibt es eine Vielzahl guter Ideen und vielversprechender Ansätze; gleichzeitig fehlt aber oftmals der Bezug zu übergeordneten Konzepten, die diese sinnvoll zu strukturieren vermögen. Dies zeigt sich nicht zuletzt im Aktionsplan der Bundesregierung für „Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung“ vom Mai 2004: Ist die schiere Menge und Bandbreite der dort aufgeführten Einzelmaßnahmen insgesamt beeindruckend, gibt es keine Anleitung zur konkreten Prioritätensetzung. Welche Maßnahme kann zu welchem Zeitpunkt und in welchem Kontext am effektivsten zur Konfliktverhütung beitragen? Dieses Konzeptpapier schlägt ein theoretisches Modell zum Erkennen und Einordnen von Ursachenmustern kriegerischen Verhaltens vor, welches zur besseren Strukturierung von pro-aktiven Präventionsmaßnahmen genutzt werden kann. Das BICC leistet somit einen methodischen Beitrag zur Identifikation von Möglichkeiten zur besseren Operationalisierung krisenpräventiver Politik.

Im Rahmen der Untersuchung hat das BICC auch eine „Bestandsaufnahme der Instrumente zur Krisenfrüherkennung und Prävention in den OECD-Mitgliedsstaaten“ durchgeführt, um praktische Vergleichsmöglichkeiten und Anregungen im Bereich Early Action zu liefern.