Konfliktdiamanten und FT- Kampagne

Konfliktdiamanten

Konfliktdiamanten sind nach der bisherigen Definition des Kimberley Abkommens Diamanten, aus deren Erlös bewaffnete Konflikte finanziert werden. Gehandelt werden sie von Truppen, die reguläre Regierungen bekämpfen.

Bürgerkriege wie jene in Sierra Leone, Angola, der Elfenbeinküste und der Demokratischen Republik Kongo wurden in diesem Ausmaß und in dieser Dauer so erst möglich.

Forderungen der FT- Kampagne

Umsetzung & Reichweite
Die FT-Kampagne begrüßt den Kimberly Prozess (KP) ausdrücklich. Jedoch erreichen immer noch Diamanten aus rebellenbesetzten Gebieten, wie z.B. jene der Elfenbeinküste, den internationalen Markt. Und so bedarf der KP noch weiterer Überarbeitung hinsichtlich seiner Umsetzung und Reichweite.
Außerdem finden die Beschränkungen des Kimberley Prozesses nur Anwendung auf von Rebellen gehandelte Diamanten, was in keiner Weise ein Garant dafür ist, dass der Diamant frei von Menschenrechtsverletzungen ist. Dies gilt auch für offiziell befriedete Diamantengebiete.

Schwere Menschenrechtsverletzungen
Immer noch ist es geradezu charakteristisch für die Diamantenindustrie in Angola oder der Demokratischen Republik Kongo, dass Menschenrechtsverletzungen und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen für die Minenarbeiter an der Tagesordnung sind. Ebenso steht Simbabwe, wo jüngst neue Diamantenvorkommen entdeckt wurden, vor großen Problemen, wie Zwangsräumungen, Zwangsarbeit und illegalem Handel. Der derzeitige Zertifizierungsprozess erfasst diese Missbräuche leider in keiner Weise.