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Lehren aus dem Ukrainekonflikt - Krisen vorbeugen, Gewalt verhindern

Release date: 2021-12

Der Euro-Maidan in der Ukraine, die Annexion der Krim und der von Moskau unterstützte Separatismus im Donbass haben die schärfste Krise der Ost-West-Beziehungen seit 1989/90 ausgelöst. Die Deutung des Ukrainekonfliktes ist umkämpft. Was haben die Akteure gelernt? Die Konfrontation mit Russland gründet in fundamentalen Werte- und Interessenkonflikten, welche die Aussicht auf eine Rückkehr zu vertrauensvollen Beziehungen überschatten. Welche Schlussfolgerungen lassen sich für die Sicherheitspolitik, die Konfliktprävention und das Krisenmanagement ziehen?

Die Deutung des Ukrainekonfliktes ist umkämpft und Teil des globalen Wettbewerbs zwischen autokratischen und offenen Gesellschaften. Russland beansprucht einen Sonderstatus in den internationalen Beziehungen, eine privilegierte Einflusssphäre im post-sowjetischen Raum, es wendet sich Asien zu und von Europa ab. „Der Westen“ möchte die post-sozialistischen Staaten derweil in seinen Orbit ziehen. Die Demokratisierung und Westorientierung von politischen Regimen im post-sowjetischen Raum ist ein Alptraum für die Putinsche Herrschaft. Die EU ist bisher nur begrenzt strategie- und handlungsfähig, die Nato schützt ihre eigenen Mitglieder, aber nicht die Beitrittskandidaten. Mit dem zeitlichen Abstand zur heißen Phase des Krieges gilt es, Schlussfolgerungen für die Sicherheitspolitik, die Konfliktprävention und das Krisenmanagement zu ziehen. International ausgewiesene Experten behandeln Lehren für die Frühwarnung, die Kommunikation mit der russischen Führung, für die EU, die OSZE und die NATO.

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